imagine

stell dir vor, alles festivalorganisatorInnen im kulturbeirat und die musikkapellen bekommen keine förderung, weil sie nicht kultur sind.

stell dir vor, alles new age performerInnen im kulturbeirat und die volksbühnen bekommen keine förderung, weil sie nicht kultur sind.

stell dir vor, alles rocker im kulturbeirat und die chöre bekommen keine förderung, weil sie nicht kultur sind.

6.3.2012

Zufällig entdeckt. Was soll die Scheisse denn bedeuten? Rosarote Kringelschwänzchen? Und meine Schwester meinte über Telefon aus Bangkok: Es ist heiß hier, vielleicht zu heiß. Ach, befrag doch endlich den Buddha!

5.3.2012

Zähne putzen und auf den Boden spucken.
Meine Schwester fliegt nach Kambodscha. Laos. Sie wird den Buddha suchen, dort. Ihn befragen. Für sich. Und für mich. Da erwarte ich mir nicht allzu viel. Vielleicht das ewige, selbe Gebrabble.

wir und die anderen I

neulich im bus

passagier fragt busfahrer, wie lange es noch bis zur ankunft dauere. busfahrer antwortet, ca. 20 minuten. passagier bekommt anruf und bittet busfahrer, ob er mit der person am anderen ende sprechen könne. busfahrer verneint. passagier spricht einige sätze ins telefon, legt auf. passagier bekommt erneut anruf – da er laut spricht, meine ich zu verstehen, er sage, es wäre keiner da… passagier legt auf. passagierin hinter mir meint, es brauche eben geduld. (anmerkung der schreiberin: der bus hat verspätung, da stau aufgrund eines unfalls.) [ok! ich denke, alle im bus, (die gerne ihre köpfe recken + sich den hals verrenken, um nix zu versäumen,) haben bemerkt, dass sich der passagier etwas schwer tut, mit dem verständigen am telefon.] passagier bekommt abermals anruf, nimmt ab, wiederholt, es wäre keiner da… ich stehe auf, gehe nach vorne zum passagier, spreche ihn an, REDE MIT IHM. KOMMUNIZIERE – dieses wort dürfte  heutzutage wohl allen bekannt sein. – “worum geht’s? was gibt’s? …” – er meint, ob ich denn mit der person am anderen ende sprechen könne? – ja, kann ich und tu ich. die person am anderen ende stellt sich vor, der passagier wäre sein klient. meint, er warte schon länger an der endstation auf den passagier; fragt, wo wir seien, wie lange wir bräuchten… ich REDE. erkläre die situation. KOMMUNIZIERE. easy + passt – anrufer informiert, passagier beruhigt. ich kehre auf meinen platz zurück. die passagierin hinter mir reckt ihren kopf und meint, gut gemacht, der ganze bus sei dankbar. ich sage, das könne jede + jeder. – MITEINANDER REDEN. und die muss noch sagen: so gut nicht. – da bin ich nun echt sprachlos.

Stopp mit Kack im Wald

[ inklusive einiger weniger Regieanweisungen ] 

Es war einmal ein Maulwurf, der immer wieder Hinweise auf Überfälle durch organisierte Vogelbanden erhielt. Aber viele, viele, viele… vieleviele… viiiiiiiiiiele Jahre lang war er nicht imstande, konkrete Beweise zu bekommen. Recherchen führten zu nichts, verliefen im Dunkeln, scheiterten. Alles Kak, hieß es, Kak Kak Kak!

Doch endlich! Nach einem brutalen Überfall vorvorvorvorvorvorvorvorvorvor…gestern oder vorvorvorvorvorvorvorvorvorvor…vergangenes Jahr wurde allesalles ALLES anders!

Die aufmerksamen Beobachtungen und Mitschriften einer Blindschleiche, eintausend Dutzend Tausendäugler und Livestreams der Tatlocation eines couragierten Eichhörnchens haben endlich endlich endlich die Belege dafür geliefert, was Amsel, Drossel und Star schon lange trällerten: Organisierte Vogelkack-trupps ziehen Flügel schlagend durch die Wälder und kacken anscheinend wahllos bei Waldfesten, in und vor Höhlen oder auch einfach mitten auf einer Lichtung alles zu, was ihnen unter- und entgegenkommt. Die Rohheit und Unvöglichkeit ist schrecklich erschreckend. Überall tut’s flatsch! Kopf, Fuß, Zeh, oh je oh je. Die Angst ist riesiglich.

Eine anal-arschig-ythische Analyse der Situation hat sofortig-soforzt ergeben, dass die gewaltigen Akte nur deshalb bisher nicht an der großen Linde in der Waldmitte aufgeschlagen wurden, weil die betroffenen Viecher keine Meldung bei der Eule gemacht haben. Und nuuuuuur wenn der medizinische Hase in der Krankenhöhle die Heilungsdauer mit “vieleviele Tage” angibt, schaltet sich (klickklack) auto-mi-ma-matisch der Staats-Anwald-Fink ein. …interessanterweise – hm hm hm – geben die häsischen Mediziner über’n Daumen gepeilt weniger als ein “vieleviele Tage” an.

Nach dem Zombie-blutblütigen Übergriff in der Nebenhöhle der großen Höhle der kleinen Höhle der Discohöhle im Naturschützen-schutz-park Großprotzern – vorvorvorvorvorvorvorvorvorvor…gestern oder vorvorvorvorvorvorvorvorvorvor…vergangenes Jahr – haben sich erschütterte Froschmütter und Fischväter mit ihren schri-schra-schrecklichen Erlebnissen beim Maulwurf gemeldet und explizitest erläutert (Fischmund auf + zu), dass sie niemals nicht mit der Flosse auf die Vöglein gezeigt hätten, weil sie fürchterliche Angst hatten, dass sie wieder kommen würden (erschrocken aufblicken + Fischmund auf + zu). Wie-wie-wie-wie-derholt wurden die niedergeschissenen (???) Kitze von den Wölfen mit dem (krick – Zeichen mit Hand: Hals ab!) bedroht, sollten sie sich an die Wespen wenden. Das zu leugnen, sind nur wilde, schwatzige Hühner imstande, deren Aktions-pick-und-kack-Radius von der großen Lichtung bis zur kleinen Waldhöhle reicht und deren Kontakt mit unserer Kitzen gleich nullnullnull ist.

Vor Beginn der Performanceaction Stopp mit Kack im Wald waren dem Maulwurf viele-viele-viele Fälle gemeldet worden, mit der Bi-ba-bitte, eine Performance zu machen, damit dieses Phänomen endlich an der großen Linde in der Waldmitte aufgeschlagen werden würge und die Ordnungswespen es kattiv bekämpfen werden würgen.

Gesagt, getan. Yes, we can und positiv abgeschlossen. Finally konnten viele von der Kopfscheisserei betroffenen Opfer ihre Geschichte schildern, sich befreien von der Kruste und vom Fruste, Unrecht erlitten zu haben, ohne die Schoooo(n)seeeee, Gerechtigkeit zu erfahren. Unsere Kitze haben Angst, am Abend im Wald umher zu streifen. Sorgloses Grasfressen ist stets gemischt mit der Furcht, grundlos von irgendwelchen Vögeln bekackt zu werden. Rehmütter und Igelväter verbringen schlaflose Nächte aus Sorge um ihre Kitze.

Dieses Klima der Angst muss durchbrochen werden. Das geht nur, wenn alle Friedliebenden in diesem Wald zusammenhalten: Rehe, Igel, A-Meisen und Füchse. Die wenigen gewaltbereiten Vögel müssen isoliert, bei den Sicherheitswespen angezeigt und zur Rechen- und Heuarbeitschaft gezogen werden.

Ganz wichtig bei der Aktion Stopp mit Kack im Wald ist es, die Opfertiere zu informieren, dass auf Gewaltkacke am besten mit einem Pfotenzeig (nein nein) reagiert werden kann. Nur so haben die Sicherheitswespen die Möglichkeit einzuschreiten, die Vögel zu fassen, dem Uhu bei der großen Linde vorzuführen und entweder in den Süden zu vertreiben oder dem Grill zuzuführen.

Der Action-Performance Stopp mit Kack im Wald wurde vorgeworfen, vogelfeindlich zu sein. Wer mit dem Maulwurf regelmäßig verkehrt, weiß, dass das überhaupt nicht stimmt. Der Freund der Waldtiere ist immer für die Inklusion unserer Mitvögel eingetreten, die in unseren Wald kommen, um bei uns zu vögeln.

Wir werden uns jetzt noch stärker diesem Anliegen widmen, weil die zwischenviechischen Umstände für viele Zugvögel schlimm sind. (Politikermäßig:) Wir müssen ihnen die Chance geben, sich als Teil unserer Waldgemeinschaft einbringen zu können.

Es darf nicht sein, dass der Papagei aus dem Dschungel, der hier im Wald aufgewachsen ist, genauso vögelt, frisst und auf alles pfeift wie wir, nicht in die Discohöhle darf, weil er bunt ist und wir aus Angst vor den Vögeltrupps nur Waldviecher hinein lassen.

Damit morgen und übermorgen diese Unterscheidung nicht mehr gemacht wird, müssen die Vögelbanden geteert und gefedert werden – zum Vorteil für alle Viecher unseres Waldes: Für jene, die unseren Wald seit Evolutionen ihre Heimat nennen, und für jene, die ihre ursprüngliche Heimat verloren haben und bei uns eine neue Heimat suchen. Piep.