A1, A2, B1, B2, C1, C2

hauptsache wir sind gut im tote-sprachen-beherrschen #südtirolerinlateinundgriechischspitze

da scheissen wir doch auf lebendige sprachen, die wir brauchen #zweitsprachkenntnisseindenvergangenenjahrendeutlichverschlechtert

yo!

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ü ü ü

liebe lucy, es ist jedenfalls nicht die arroganz, die mich veranlasst dir zu schreiben – oder vielleicht doch?! … ich erlebte dich vor jahren bei lesungen – mit übersetzung – in der einen und der anderen biblio, bei dem einen oder anderen festival, vielleicht. schon damals drehte sich mir bei manchen übersetzten wörtern und sätzen der magen um… – ich könnte es sanfter ausdrücken: schon damals war ich nicht mit dem verdeutschten zeug einverstanden. tatsache ist, ich bin über die jahre, bis jetzt (!), dieses gefühl nicht los geworden. es ist keine arroganz meinerseits, es besser zu machen. es ist definitiv nicht wichtigtuerei. die übersetzung sollte es einfach deinen worten und sätzen schuldig sein. den leserinnen und lesern, die kein wort in der anderen sprache verstehen und in diese welt eintauchen wollen. übersetzer sind wichtig, aber auch nur menschen… 

wir und die anderen I

neulich im bus

passagier fragt busfahrer, wie lange es noch bis zur ankunft dauere. busfahrer antwortet, ca. 20 minuten. passagier bekommt anruf und bittet busfahrer, ob er mit der person am anderen ende sprechen könne. busfahrer verneint. passagier spricht einige sätze ins telefon, legt auf. passagier bekommt erneut anruf – da er laut spricht, meine ich zu verstehen, er sage, es wäre keiner da… passagier legt auf. passagierin hinter mir meint, es brauche eben geduld. (anmerkung der schreiberin: der bus hat verspätung, da stau aufgrund eines unfalls.) [ok! ich denke, alle im bus, (die gerne ihre köpfe recken + sich den hals verrenken, um nix zu versäumen,) haben bemerkt, dass sich der passagier etwas schwer tut, mit dem verständigen am telefon.] passagier bekommt abermals anruf, nimmt ab, wiederholt, es wäre keiner da… ich stehe auf, gehe nach vorne zum passagier, spreche ihn an, REDE MIT IHM. KOMMUNIZIERE – dieses wort dürfte  heutzutage wohl allen bekannt sein. – “worum geht’s? was gibt’s? …” – er meint, ob ich denn mit der person am anderen ende sprechen könne? – ja, kann ich und tu ich. die person am anderen ende stellt sich vor, der passagier wäre sein klient. meint, er warte schon länger an der endstation auf den passagier; fragt, wo wir seien, wie lange wir bräuchten… ich REDE. erkläre die situation. KOMMUNIZIERE. easy + passt – anrufer informiert, passagier beruhigt. ich kehre auf meinen platz zurück. die passagierin hinter mir reckt ihren kopf und meint, gut gemacht, der ganze bus sei dankbar. ich sage, das könne jede + jeder. – MITEINANDER REDEN. und die muss noch sagen: so gut nicht. – da bin ich nun echt sprachlos.